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ORIENTTEPPICHE

 

Grundsätzliches
Wenn Sie einen echten Orientteppich kaufen, wissen Sie, dass Sie etwas Dauerhaftes haben, aber nicht unbedingt etwas, das gemacht wurde, um mit Schuhen betreten zu werden oder auf das schwere Möbel gestellt werden könnten. Die Hauptfeinde von handgeknüpften Teppichen sind Schmutz und Feuchtigkeit. Orientteppiche werden heute mit Naturfarben, also Farbstoffen pflanzlicher, tierischer Art, aber auch mit synthetischen Farben gefärbt. Gute Farbstoffe, ob pflanzlich oder chemisch, sind nicht billig, erfüllen aber andererseits alle an sie gestellten Anforderungen. Bei billigster Konsumware können weder an das Wollmaterial noch an die Färbung große Ansprüche gestellt werden. Oftmals werden Orientteppiche nicht so alt, wie sie eigentlich werden könnten. Nicht aber weil diese übermäßig strapaziert, sondern weil diese buchstäblich kaputt gepflegt werden. So genannte erprobte Rezepte wirken oft erstaunlich gut - die Nachwirkungen können umso betrüblicher sein.

Rohstoffe
Vor allem verwendet werden zur Orientteppichherstellung: Wolle, Baumwolle, Seide, Kunstseide und Ziegenhaar.

 

Einige häufig gebrauchte Begriffe:

 
Pushti: Persische Bezeichnung für kleine Stücke bis ca. 0.5
Yastik: Türkischer Name für Pushti. Brücke bis ca. 2,5 - 3
Strip: Schmaler Läufer bis ca. 200 cm Länge
Abrasch: Farbabstufung durch Verwendung von Wolle aus verschiedenen Farbpartien (Echtheitszeichen und nicht Grund für Reklamationen)
Gül: 8-eckige Muster in Turkmenenteppichen
Göl: Stammeszeichen
Kelim: Gewebter Teppich, Vorder- und Rückseite sind gleich
Herati: Feraghan-Muster Mihrap: Gebetsnische

 

PFLEGE & REINIGUNG

Der neue Teppich:
Dieser sollte in der ersten Zeit nur wenig gesaugt werden. Seine Oberfläche muss sich zuerst durch den Gebrauch verdichten.

Reinigungsmittel:
Jede Verunreinigung durch eine wässerige Flüssigkeit kann durch Verdünnen und sofortiges Aufsaugen mit Löschpapier o. ä. entfernt werden. Vermeiden Sie starkes Reiben. Vor fett lösenden Wasch- und Spülmitteln, Reinigungsschäumen und alkalischen Fleckenwassern ist zu warnen, da diese den natürlichen Fett-Schutzfilm angreifen. Fettverlust führt zu Glanzlosigkeit und der Teppich wird zunehmend schmutzempfindlicher, filzig, spröde und brüchig.

Schaum-Shampoos:
Trockenschaum ist noch das harmloseste, zehrt jedoch auch schon ein wenig am Wollfett. Shampoos wirken wie Aufputschdrogen, sie machen den Teppich "high", aber man muss sie in immer kürzeren Abständen einsetzen und irgendwann ist die Wolle endgültig erledigt. Wenden Sie sich in Ihrem eigenen Interesse an den Reinigungsspezialisten. Er weiß, was für Ihren Teppich das Richtige ist.

Feuchtigkeit:
Wasser macht dem Teppich nichts, wenn man ihn gut trocknen lässt. Schon das Ausbreiten auf einem noch feuchten Boden oder die Feuchtigkeit unter einer Bodenvase kann aber zu Schimmelbildung und Morschwerden des Gewebes führen. Feuchtigkeit ist nach den fett lösenden Reinigungsmitteln die ärgste Gefahr für echte Teppiche.

Staubsaugen und klopfen:
Einen Teppich zu klopfen ist heute nicht mehr notwendig. Die Reinigung mit dem Staubsauber genügt. Allerdings sollte auch die Rückseite des Teppichs von Zeit zu Zeit abgesaugt werden. Das Saugen erfolgt generell mit dem Strich. Verwenden Sie immer die speziellen Teppichsaugdüsen (verstellbar, ohne Bürste). Sind aber Sandkörner oder grober Schmutz in den Teppich gelangt, dann müssen diese scharfkantigen "Schmirgler" auf jeden Fall wieder raus, auch wenn es dem Teppich gegen den Strich geht. Klopfsauger sind nicht geeignet, sie dünnen Flor und Fransen aus. Frischer Schnee ist eben so wenig zu empfehlen.

Farben:
Obwohl heute in zunehmendem Masse chemische Stoffe für die Färbung verwendet werden, ist eine absolute Lichtbeständigkeit nicht möglich. Sonnen- und Tageslicht vermögen auch chemisch gefärbte Teppiche im Verlauf der Zeit mehr oder weniger stark zu verändern. Von einer Wertverminderung kann aber dabei nicht gesprochen werden.

Reparaturen:
Es ist unmöglich, einen Qualitätsteppich selbst zu reparieren. Ein Fachmann ist dazu unbedingt erforderlich (auch in jeder größeren Stadt zu finden). Je früher Sie Abnützungen und Beschädigungen reparieren lassen, umso einfacher ist die Reparatur. Wenn der Teppich einmal beschädigt ist, kann er mit erstaunlicher Geschwindigkeit auseinander fallen.

Motten:
Nur bei Teppichen in wenig bewohnten und belüfteten Räumen oder in ruhigen Ecken besteht die Gefahr des Mottenbefalls. Gegebenenfalls sollte man hier in der warmen Jahreszeit etwas Sprühnebel einsetzen.

Der besondere Tipp:
Eine Filzunterlage schützt die Rückseite des Teppichs und verhindert ein Rutschen auf dem Boden. Sie kann das Leben der meist kostbaren Stücke ganz wesentlich verlängern. Regelmäßig begangene Teppiche werden mit Vorteil alle 4 - 6 Monate gedreht, so wird der Flor gleichmäßig beansprucht.

 

Kontakt

Ideenschreinerei
Bernhard Galster
Aitranger-Str. 12
D- 87640 Ebenhofen

Tel. 08342 / 915125
Fax 08342 / 916640
mobil: 0172 896 518 4

E-Mail:
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